Aktuelle Jahrestagung – Exkursionen


Exkursionen

Die Exkursionen führen teilweise in mittelgebirgiges Gelände und erfordern eine gewisse Grundkondition und gutes Schuhwerk.
Die Anforderungsprofile und Wegbeschreibungen finden Sie nachfolgend bei den jeweiligen Beschreibungen der Exkursionen.

Exkursion 1 – Lahntal, Gelbachtal

Themen: Schluchtwälder, Traubeneichenwälder und Schwermetallhalden

1. ZIEL: Schweizertal bei Miellen

  • V-förmiges Kerbtal mit unterdevonischer Tonschiefer
  • Schluchtwald Aceri-Fraxinetum
  • Asplenium scolopendrium, Polystichum aculeatum, Dryopteris affinis

Wegstrecke: ca. 1,5 km; Beschaffenheit der Route: Schmaler, unbefestigter Wanderweg, der im oberen Teil etwas steiler wird. Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Asplenium foreziense. Foto: E. Fischer.

2. ZIEL: Vorkommen des Französischen Streifenfarns

  • Es wird ein kurzer Abstecher zu dem einzigen rezenten Vorkommen von Asplenium foreziense in Deutschland gemacht. Der Bus fährt uns bis auf wenige Meter an die Fundstelle heran.
  • Schleusenmauer mit Asplenium foreziense

 

3. ZIEL: Vorkommen des Prächtigen Dünnfarns

  • Es wird ein kurzer Abstecher zu einem Vorkommen von Vandenboschia (Trichomanes) speciosum gemacht. Der Bus fährt uns bis auf wenige Meter an die Fundstelle heran. Diese Art hat im Lahntal und seinen Seitentälern einen Verbreitungsschwerpunkt. Es wird die Mitnahme einer Taschenlampe empfohlen.
  • Felsspalten mit Prothallien von Vandenboschia speciosa

 

Grube Leopoldine-Luise Weinähr. Foto: E. Fischer.

4. ZIEL: Schwermetallhalden N Weinähr

  • Grube Leopoldine-Luise Halde mit Asplenium septentrionale, Silene vulgaris var. humilis, Arabidopsis arenosa, Noccaea caerulea, Stereocaulon dactylophyllum, Lecanora subaurea

Wegstrecke: ca. 1,7 km; Beschaffenheit der Route: mäßig steiler, unbefestigter Wanderweg. Es wird festes Schuhwerk empfohlen. Da es sich um trittempfindliche Pflanzengesellschaften handelt, darf der Weg nicht verlassen werden.
Verpflegung: Selbstversorgung. Die Mittagspause ist am Parkplatz N Weinähr vorgesehen.

Exkursionsleitung: Prof. Dr. Eberhard Fischer 


Exkursion 2 – Koppelstein bei Lahnstein – Marksburg

Themen: Halbtrockenrasen, Eichenwälder und Xerothermvegetation – Pflege und Entbuschung von Halbtrockenrasen

Allium sphaerocephalum. Foto: E. Fischer.

1. ZIEL: NSG Koppelstein bei Lahnstein

  • 515 nachgewiesene Farn- und Blütenpflanzenarten; Vielzahl kalkliebender Arten, basenreicher Löß über Tonschiefer
  • Mesobrometum mit Orchis militaris, Ophrys holoserica, Gymnadenia conopsea, Ophrys apifera, Himantoglossum hircinum, Melampyrum arvense, Anthericum liliago, Inula salicina, Aster linosyris; Arrhenatheretum elatioris mit Allium sphaerocephalum
  • Eichenwälder mit Sorbus torminalis, Sorbus domestica, Lathyrus niger, Cephalanthera damasonium, Acer monspessulanum, Luzula forsteri
  • Schieferfelsen mit Artemisia campestris ssp. lednicensis, Dictamnus albus, Stipa pennata, Genista pilosa
  • Vorkommen der Westlichen Smaragdeidechse (Lacerta bilineata)
  • Bisher 945 Käferarten, 460 Schmetterlingsarten und 131 Wanzenarten nachgewiesen
  • Pflegemaßnahmen mit Entbuschung und Ziegenbeweidung

Wegstrecke: ca. 3,5-4 km; Beschaffenheit der Route: leicht bis mittelschwer (der letzte Abschnitt führt über einen schmalen, aber trockenen Felspfad zu einem Aussichtspunkt). Da es sich bei dem Gebiet um ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet handelt, ist die Entnahme von Tieren, Pflanzen und Pilzen ebenso wie das Verlassen der Wege strikt untersagt.
Selbstverpflegung. Eine Mittagspause kann am Parkplatz oberhalb des Naturschutzgebietes eingenommen werden. Hier sind zwei Restaurants und Toiletten vorhanden.

2. ZIEL: Marksburg bei Braubach

  • Wärmeliebende Eichenwälder mit Sorbus domestica, Sorbus torminalis, Acer monspessulanum

Wegstrecke: ca. 1,8-2 km; Beschaffenheit der Route: leicht bis mittelschwer. Wir folgen dem Wanderweg, der zur Marksburg führt.

Exkursionsleitung: Dr. Markus Ackermann


Exkursion 3 – Westerwälder Seenplatte – Arnshöfener Viehweide

Themen: Extensive Wiesen, Erlenbruchwälder, Verlandungsgesellschaften, Schlammbodenfluren

Arnshöfener Viehweide. Foto: E. Fischer.

1. ZIEL: NSG Arnshöfener Viehweide

  • Großer Komplex aus extensiv genutzen Weiden, Feuchtwiesen mit Bistorta officinalis, Borstgrasrasen mit Platanthera chlorantha, Arnica montana und Quellfluren mit Ranunculus hederaceus

Wegstrecke: ca. 1 km; Beschaffenheit der Route: leicht, teilweise feuchte Wege. Gummistiefel werden empfohlen. Da es sich bei dem Gebiet um ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet handelt, ist die Entnahme von Tieren, Pflanzen und Pilzen ebenso wie das Verlassen der Wege strikt untersagt.

2. ZIEL: NSG Brinkenweiher bei Steinen

Calla palustris. Foto: E. Fischer.

  • Walzenseggen-Erlenbruch (Carici elongatae-Alnetum) mit Calla palustris, Carex elongata, Circaea alpina, Chrysosplenium oppositifolium

Wegstrecke: ca. 800 km; Beschaffenheit der Route: leicht. Wir folgen dem Wanderweg und einem Bohlenweg. Gummistiefel werden empfohlen. Da es sich bei dem Gebiet um ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet handelt, ist die Entnahme von Tieren, Pflanzen und Pilzen ebenso wie das Verlassen der Wege strikt untersagt.
Selbstverpflegung. Eine Mittagspause kann am Parkplatz am Dreifelder Weiher eingenommen werden. Hier sind ein Restaurant und Toiletten vorhanden.

3. ZIEL: NSG Hoffmannsweiher

Hoffmannsweiher. Foto: E. Fischer.

  • Verlandungsgesellschaften, Schwimmpflanzen, Strandlingsgesellschaften mit Littorella uniflora, Elatine hexandra, Eleocharis ovata

Wegstrecke: ca. 1,5 km; Beschaffenheit der Route: leicht. Wir folgen dem Wanderweg bis zum Weiher. Gummistiefel werden empfohlen. Da es sich bei dem Gebiet um ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet handelt, ist die Entnahme von Tieren, Pflanzen und Pilzen ebenso wie das Verlassen der Wege strikt untersagt.

Exkursionsleitung: Dr. Daniela Boecker


Exkursion 4 – Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Themen: Hangmoore, Borstgrasrasen, Rosselhalden

1. ZIEL: Erbeskopf

  • Höchste Erhebung des Landes Rheinland-Pfalz (816,32 m)
  • Buchenwälder (Luzulo-Fagetum, Galio-Fagetum) mit Pyrola minor
  • Borstgrasrasen

Wegstrecke: ca. 2-3 km; Beschaffenheit der Route: leicht bis mittelschwer, teilweise Steigung am Hang des Erbeskopfes

Thranenweiher Borstgrasrasen mit Arnica montana. Foto: E. Fischer.

2. ZIEL: Thranenweiher bei Börfink

  • Borstgrasrasen mit Arnica montana, Dactylorhiza maculata, Platanthera chlorantha
  • Renaturierte Hangmoore (Hunsrückbrücher) mit Sphagnum-Arten, darunter Sphagnum magellanicum, Trientalis europaea

Wegstrecke: ca. 1,5 km; Beschaffenheit der Route: leicht.

 

3. ZIEL: „Mörschieder Burr“

Mörschieder Burr. Foto: E. Fischer.

Rosselhalden, Blockhalden als Relikte der letzten Eiszeit, artenreiche Flechten- und Moosvegetation, Karpatenbirken-Ebereschen-Blockschuttwald

Wegstrecke: ca. 5 km; Beschaffenheit der Route: leicht bis mittelschwer (der letzte Abschnitt führt über einen schmalen Pfad durch die Blockschutthalde, kann aber auf einem parallelen Wanderweg umgangen werden). Trittsicherheit und festes Schuhwerk notwendig. Da es sich bei dem Gebiet um ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet handelt, ist die Entnahme von Tieren, Pflanzen und Pilzen ebenso wie das Verlassen der Wege strikt untersagt.
Selbstverpflegung. Eine Mittagspause kann am Parkplatz Thranenweiher oder Parkpatz Wildenburg eingenommen werden.

Exkursionsleitung: Dr. Dorothee Killmann


Nachexkursion – Gabelstein bei Balduinstein, Kloster Arnstein

Themen: Xerothermvegetation, basische Diabasfelsen, Orchideenbuchenwälder, Schluchtwälder

1. ZIEL: NSG Gabelstein bei Balduinstein

  • Orchideenbuchenwald mit Epipactis leptochila, Epipactis peitzii (= E. leptochila var. peitzii)
  • Xerotherme Felsvegetation mit Lactuca perennis, Artemisia campestris ssp. lednicensis, Aster linosyris, Viscaria vulgaris, Dictamnus albus, Festuca pallens, Melica transsilvanica

Wegstrecke: ca. 2-3 km; Beschaffenheit der Route: leicht bis mittelschwer (der letzte Abschnitt führt über einen schmalen, aber trockenen Felspfad zu einem Aussichtspunkt).  Da es sich bei dem Gebiet um ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet handelt, ist die Entnahme von Tieren, Pflanzen und Pilzen ebenso wie das Verlassen der Wege strikt untersagt.
Selbstverpflegung. Eine Mittagspause kann am Parkplatz oberhalb des Naturschutzgebietes eingenommen werden.

2. ZIEL: Kloster Arnstein, Jammertal

  • Schluchtwald mit Lunaria rediviva, Asplenium scolopendrium, Polystichum aculeatum

Wegstrecke: ca. 2,5 km; Beschaffenheit der Route: leicht.

Exkursionsleitung: Prof. Dr. Eberhard Fischer